Vertrauen
Es handelt sich um eine rechtliche Konstruktion, die vor allem im angloamerikanischen Rechtsraum verbreitet ist. Es handelt sich dabei um eine Treuhandstruktur, bei der eine Person oder Institution (der Treuhänder) das Vermögen oder Eigentum einer anderen Person (dem Setzenden oder Stifter) verwaltet, zugunsten einer oder mehrerer Begünstigten (den Begünstigten). Das Vertrauen wird oft für spezifische Zwecke wie Vermögensschutz, Nachlassplanung oder steuerliche Optimierung genutzt.

Wie funktioniert das?
- Errichtung:
- Der Settlor überträgt Vermögenswerte (z. B. Geld, Immobilien, Aktien) und legt die Regeln für deren Verwaltung und Verteilung fest.
- Diese Regeln sind in einer Treuhandurkunde festgelegt.
- Verwaltung:
- Der Trustee übernimmt die Verwaltung und haftet rechtlich für die Einhaltung der in der Trust Deed festgelegten Regeln.
- Der Trustee muss im besten Interesse der Beneficiaries handeln.
- Begünstigte:
- Die Beneficiaries erhalten gemäß den Trust-Regeln einen Vorteil, z. B. regelmäßige Ausschüttungen oder die Nutzung bestimmter Vermögenswerte.
Verschiedene Arten
- Revocable (Widerruflich):
- Der Settlor behält das Recht, den Trust jederzeit zu ändern oder aufzulösen.
- Irrevocable (Unwiderruflich):
- Nach Errichtung kann der Trust nicht mehr ohne Zustimmung der Begünstigten oder des Trustees geändert werden.
- Living (Lebend):
- Wird zu Lebzeiten des Settlors errichtet.
- Testamentary (Testamentarischer):
- Tritt nach dem Tod des Settlors in Kraft und wird im Testament geregelt.
Vorteile
- Vermögensschutz: Das Vermögen gehört rechtlich nicht mehr dem Settlor, was es vor Gläubigern schützen kann.
- Nachlassplanung: Trusts ermöglichen eine flexible Vermögensübertragung an die nächste Generation.
- Steueroptimierung: In einigen Ländern können derartige Konstruktionensteuerliche Vorteile bieten.
- Vertraulichkeit: Im Gegensatz zu Testamenten sind diese oft nicht öffentlich einsehbar.
- Flexibilität: Sie können individuell auf die Bedürfnisse des Settlors und der Begünstigten zugeschnitten werden.
Wo wird das genutzt?
Sie sind vor allem in Ländern mit angloamerikanischem Recht verbreitet, wie den USA, Großbritannien, Kanada und Australien. Sie können aber auch in anderen Ländern eingerichtet werden, oft über spezielle Offshore-Jurisdiktionen wie die Cayman Islands oder Jersey.
Unterschied zu deutschen Rechtsstrukturen
In Deutschland gibt es keine direkte Entsprechung dazu. Stattdessen werden ähnliche Funktionen durch Konstruktionen wie Treuhandverhältnisse, Stiftungen oder Erbverträge erfüllt.
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